Renate Müller

Mueller-Renate

Familienfrau,
3 Kinder, 9 Enkelkinder, 1 Urenkelin

Nach 18 Jahren Kreistagsarbeit (1996-2014) war ich mir bis vor Kurzem ziemlich sicher, dass ich nicht mehr für den Kreistag und auch nicht mehr für den Stadtrat kandidieren will. Die nächste Kommunalwahl ist im März 2020, und deshalb steht diese Entscheidung ja bald an.
Die Schongauer Aktionen rund um die Abschaffung der Strabs, die Demos, die Begeisterung und Ausdauer, mit der die BürgerInnen mitgemacht haben, und natürlich auch der Erfolg – die Abschaffung der Strabs in Bayern – haben mir sehr viel Freude gemacht und neuen Schwung für meine politische Arbeit gebracht.
Deshalb werde ich bei der Kommunalwahl 2020 für den Schongauer Stadtrat kandidieren.

1960 bin ich im Alter von 7 Jahren nach Schongau gezogen und lebe seitdem hier – und das nach wie vor gerne. Jeden Tag freue ich mich aufs Neue über die Natur direkt vor der Haustür, die zum Spazierengehen oder Radfahren einlädt. Das Leben mitten in einer Großstadt wäre für mich nicht vorstellbar.

Im Rückblick würde ich sagen, mein politisches Engagement begann 1984, als ich eher zufällig ein Gründungsmitglied der Umweltinitiative Pfaffenwinkel wurde. Bei der Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen der Initiative ergab sich auch der ein oder andere Kontakt zu Behörden und Politikern. Nicht immer stieß man da auf Auskunftsbereitschaft und offene Ohren für die vorgetragenen Anliegen. Das war dann auch ein Grund dafür, 1989 bei der Gründung der ALS aktiv mit dabei zu sein.

Vor der Kommunalwahl 1996 fragten dann Mitglieder der Kreisgrünen an, ob ich als ALS-Mitglied auf ihrer Liste auf einem der vorderen Plätze kandidieren würde. Ich sagte zu und gehörte ab Mai 1996 dem Kreistag 18 Jahre lang an, bis ich mich entschied, bei der Wahl 2014 nicht mehr anzutreten.

Bei der Wahl 2020 wollte ich ursprünglich weder für den Kreistag noch für den Schongauer Stadtrat kandidieren, jedoch die ALS bei der politischen Arbeit und die ALS-KandidatInnen im Wahlkampf nach Kräften unterstützen.Doch dann kam im Jahr 2017 alles anders. Die Tatsache, dass Schongaus Stadtratsmitglieder dazu gezwungen werden sollten, eine Straßenausbau-Beitragssatzung zu erlassen, verstieß absolut gegen mein Demokratieverständnis. Ich war zutiefst überzeugt, dass bei einer Abstimmung immer ein „Ja oder Nein“ möglich sein muss – und dass auf keinen Fall beim „Nein“ mit persönlichen rechtlichen Konsequenzen gedroht werden darf.

Nach der ALS-Infoveranstaltung zur STRABS wurde ich wieder eher zufällig zur Mitorganisatorin der Montagsdemos gegen die STRABS. Das Durchhaltevermögen und die Begeisterung der vielen „Montagsfreunde“ und natürlich auch der Erfolg, die Abschaffung der STRABS in Bayern, haben mir meinen alten politischen Schwung zurückgebracht und ich habe mich dafür entschieden, auf der ALS-Liste für den Schongauer Stadtrat zu kandidieren.

Besonders wichtig ist mir:

die freie Entscheidung der Stadtratsmitglieder, kein Fraktions- oder anderer Zwang

ein senioren- und behindertengerechtes Schongau

eine Stadt für Menschen aller Hautfarben und Religionen