Renate Müller

Familienfrau,
3 Kinder, 9 Enkelkinder, 1 Urenkelin

Ich bin 1960 im Alter von 7 Jahren nach Schongau gezogen und lebe seitdem hier – und das nach wie vor gerne. Jeden Tag freue ich mich aufs Neue über die Natur direkt vor der Haustür, die zum Spazierengehen oder Radfahren einlädt. Das Leben mitten in einer Großstadt wäre für mich nicht vorstellbar.

Im Rückblick würde ich sagen, mein politisches Engagement begann 1984, als ich eher zufällig ein Gründungsmitglied der Umweltinitiative Pfaffenwinkel wurde. Bei der Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen der Initiative ergab sich auch der ein oder andere Kontakt zu Behörden und Politikern. Nicht immer stieß man da auf Auskunftsbereitschaft und offene Ohren für die vorgetragenen Anliegen. Das war dann auch ein Grund dafür, 1989 bei der Gründung der ALS aktiv mit dabei zu sein.

Vor der Kommunalwahl 1996 fragten dann Mitglieder der Kreisgrünen an, ob ich als ALS-Mitglied auf ihrer Liste auf einem der vorderen Plätze kandidieren würde. Ich sagte zu und gehörte ab Mai 1996 dem Kreistag 18 Jahre lang an, bis ich mich entschied, bei der Wahl 2014 nicht mehr anzutreten.

Bei der Wahl 2020 wollte ich ursprünglich weder für den Kreistag noch für den Schongauer Stadtrat kandidieren, jedoch die ALS bei der politischen Arbeit und die ALS-KandidatInnen im Wahlkampf nach Kräften unterstützen. Doch dann kam im Jahr 2017 alles anders. Die Tatsache, dass Schongaus Stadtratsmitglieder dazu gezwungen werden sollten, eine Straßenausbau-Beitragssatzung zu erlassen, verstieß absolut gegen mein Demokratieverständnis. Ich war zutiefst überzeugt, dass bei einer Abstimmung immer ein „Ja oder Nein“ möglich sein muss – und dass auf keinen Fall beim „Nein“ mit persönlichen rechtlichen Konsequenzen gedroht werden darf.

Nach der ALS-Infoveranstaltung zur STRABS wurde ich wieder eher zufällig zur Mitorganisatorin der Montagsdemos gegen die STRABS. Das Durchhaltevermögen und die Begeisterung der vielen „Montagsfreunde“ und natürlich auch der Erfolg, die Abschaffung der STRABS in Bayern, haben mir meinen alten politischen Schwung zurückgebracht und ich habe mich dafür entschieden, auf der ALS-Liste für den Schongauer Stadtrat zu kandidieren.

Besonders wichtig ist mir:

  • die freie Entscheidung der Stadtratsmitglieder, kein Fraktions- oder anderer Zwang
  • ein senioren- und behindertengerechtes Schongau
  • eine Stadt für Menschen aller Hautfarben und Religionen