Oliver Koch

Meine Frau Doris und ich sind seit 15 Jahren sehr gerne Bürger von Schongau. Zuletzt hat mich in unserer Stadt die Anti-Strabs-Bewegung nachhaltig beeindruckt und in diesem Zusammenhang auch die Rolle der ALS. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund dieses erfolgreichen bürgerschaftlichen Engagements habe ich mich zur Stadtratskandidatur entschlossen. Ich selbst arbeite nach meiner geregelten Berufstätigkeit und vor dem Renteneintritt nicht mehr in vollem Umfang, sondern nur noch für Dinge, die mir wichtig erscheinen. Derzeit bin ich in Teilzeit für ein buddhistisches Projekt engagiert.

Wenn sich die ungezügelten Phantasien der CSU-Verkehrsminister realisieren, müssen wir schon bald Plätze für Flugtaxis im Schongauer Stadtgebiet ausweisen. Spaß beiseite: Ich verbinde mit meiner Kandidatur den Wunsch nach einer Begrünung der Altstadt, besonders des Marienplatzes. Dies auch als Kompensation für Bäume, die für eine bessere Sichtbarkeit der Stadtmauer bereits geopfert wurden.

In der Vergangenheit wurde mit dem Hinweis auf die hügelige Topographie Schongaus die Fahrradinfrastruktur vernachlässigt. Dieses Argument zieht mit der rasanten Zunahme von E-Bike-FahrerInnen definitiv nicht mehr! Fahrradinfrastruktur beinhaltet vieles: Von der Beschilderung über neue Radwege und 30 km-Zonen bis hin zu Fahrrad-Vorrang-Straßen. Die Amselstraße, die ohne Radstreifen und ohne Bordstein von vielen Schülern genutzt wird, könnte z. B. leicht als solche ausgewiesen werden.

Der Schongauer Westen ist regelmäßig von Geruchsemissionen betroffen. Der Gestank zieht mitunter über das gesamte Stadtgebiet. Behörden schieben sich den „Schwarzen Peter“ zu, die Verursacher sind untätig. Im Interesse einer lebenswerten Stadt muss dagegen vorgegangen werden.

Als ehemaliger Mitarbeiter von Herzogsägmühle weiß ich um die Notwendigkeit sozialer Arbeit vor Ort. Diese muss unsere öffentliche Unterstützung erfahren, ebenso die barrierefreie Gestaltung unserer Liegenschaften und unseres Stadtgebietes. Auch hier zieht der Hinweis auf die Topographie nicht. Wir alle können in die Lage kommen, dass wir auf eine rollstuhltaugliche Infrastruktur angewiesen sind.