Gemeinwohl-Ökonomie

Ist Schongau auf dem Weg in eine enkel-taugliche“ Zukunft?

Auch in Schongau spüren viele Menschen deutlich, dass sich unsere Lebensweise noch mehr daran orientieren sollte, auch künftigen Generationen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
Im Landkreis Weilheim-Schongau haben sich bereits drei Gemeinden auf den Weg gemacht und einen Ratsbeschluss zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) gefasst. Dieses ethische Wirtschaftsmodell steht für ein verantwortliches Wirtschaften und eine nachhaltige Entwicklung. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des kommunalen Handelns erklärt.

Folgende Fragen sollen unsere Ziele für eine nachhaltigere Stadtpolitik aufzeigen:

  • Steht die Lebensqualität aller Bürger an vorderster Stelle?
  • Wie geht die Stadt Schongau mit ihren Bürgern um? Ist sie um ein gutes Miteinander bemüht?
  • Schätzt man in Schongau bei Beteiligungsprozessen das „Expertenwissen“ der Bürger vor Ort?
  • Gibt es in der Verwaltung, im Stadtrat und beim Bürgermeister eine grundsätzlich aufgeschlossene Einstellung gegenüber Bürger-Projekten und neuen, innovativen Denk-Ansätzen, die sozial gerecht, solidarisch, ökologisch nachhaltig und partizipativ sind?
  • Legt die Kommune ein besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit bei Gebäuden, Straßen und Plätzen?
  • Werden beim Beschaffungswesen, z.B. bei der Möblierung von öffentlichen Bereichen und Gebäuden, regionale, ökologische und soziale Aspekte vorrangig berücksichtigt?
  • Werden bei Planungen und Ausschreibungen im Bauwesen langfristige, ökologische Lösungen zum Standard gemacht?
  • Werden Wartungsverträge an regionale Firmen vergeben, damit die Wertschöpfung vor Ort stattfindet und Anfahrtswege möglichst kurz sind?
  • Werden Reinigungskräfte direkt von der Kommune beschäftigt? Werden in allen städtischen Einrichtungen zum Putzen ökologisch unbedenkliche und hautfreundliche Reinigungsprodukte verwendet?
  • Bietet man den städtischen Bediensteten die Möglichkeit, Dienstwege möglichst ökologisch zurückzulegen?
  • Werden für die Bewirtung von städtischen Veranstaltungen Caterer bevorzugt, die bio-regionale und fair gehandelte Waren verwenden?
  • Bleiben die Bäume entlang der historischen Stadtmauer erhalten und können sie auch weiterhin dem Schutz der Artenvielfalt, dem Klima in der Altstadt und als Naherholungsbereich mit angenehmer Schattenwirkung in immer heißeren Sommern dienen?
  • Erstellt die Gemeinde ein Kataster für Leerstände im Bereich Gewerbe und Wohnen sowie von unbebauten Baugrundstücken und stellt sie diese Informationen – mit dem Einverständnis der Eigentümer – der Öffentlichkeit zur Verfügung?
  • Will die Stadt im Wohnungsbau das Heft des Handelns selbst stärker in die Hand nehmen, indem sie eine kommunale Wohnbaugesellschaft gründet?
  • Legt das Stadtbauamt bei seinen Planungen künftig ein flächen-sparendes Bauen und menschenfreundliche, fortschrittliche Siedlungsformen zugrunde?
  • Orientiert sich die Bauleitplanung am Ziel der Klimaneutralität? Versucht man in neuen Baugebieten nicht-fossile Heizungssysteme einzuführen?
  • Geht die Stadt Schongau verantwortungsvoll mit ihren Immobilien um oder lässt sie diese leerstehen und verlottern, wie z.B. die Köhler-Villa?
  • Baut sie endlich eine effektive und zukunftsorientierte, weitsichtig agierende eigene Immobilien-Verwaltung auf?
  • Bringt die Stadt ihrem kulturellem Erbe künftig mehr Wertschätzung entgegen und ist sie bereit, für dessen Unterhalt angemessen Geld in die Hand zu nehmen?
  • Will man in bisher benachteiligten Stadtteilen Begegnungsorte schaffen, die allen Bürgern offen stehen, in denen z. B. Vorträge und Kurse stattfinden können?
  • Werden für Stadtteil-Feste von der Kommune gemeindliche Räumlichkeiten und Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt und wird dabei auf unnötige bürokratische Hindernisse verzichtet?
  • Unterstützt die Stadt Schongau in Zusammenarbeit mit Vereinen und engagierten Bürgern den Anbau von Kräutern und Beerenobst auf geeigneten städtischen Flächen?
  • Wirkt die Kommune aktiv auf Landes-, Bundes- und Europa-Politiker ein, damit ihr die Wasserver- und Entsorgung nicht über eine Privatisierung durch Freihandelsabkommen o.ä. aus der Hand genommen wird?