Alternative Liste lehnt Sauna-Erweiterung ab: Wirtschaftlichkeitsberechnung enthält nicht überschaubare Risiken

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Die Alternative Liste stimmte im Stadtrat mit zwei Stimmen gegen die Sauna-Erweiterung. Herr Kosian (Vorstand des Plantsch) legte dem Stadtrat eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Demnach würde die erweiterte Sauna, um schwarze Zahlen zu schreiben, bei einer Preiserhöhung um 1,50 Euro insgesamt 27 Prozent mehr Sauna-Besucher benötigen. Dieses Risiko kann die Stadt Schongau aus unserer Sicht nicht eingehen. Außerdem ist äußerst fraglich, ob die erhoffte Besucherzahl wirklich erreicht wird und die Gäste auch bereit sind, mehr zu bezahlen.
Wie uns Stadtkämmerer Hefele in der Sitzung zudem mitteilte, haben wir keinen genehmigten Haushalt. Es kann doch nicht sein, dass wir die vom Landratsamt noch immer geforderte, aber im Stadtrat mehrheitlich abgelehnte Straßenausbaubeitragssatzung erlassen müssen, damit der städtische Haushalt genehmigt wird. Und dann nehmen wir gleich wieder einen Kredit auf, um eine freiwillige Leistung wie die Sauna-Erweiterung zu ermöglichen. Eine Stadt wie Schongau, die schon genug Schwierigkeiten hat, ihre Pflichtaufgaben zu bewältigen, kann sich keine Sauna-Erweiterung leisten.
Alle anderen anwesenden Stadträte stimmten – wenn auch zum Teil mit großer Skepsis und Zähneknirschen – für die Erweiterung. Auch wenn wir von der Alternativen Liste diese unüberschaubaren Risiken nicht mittragen können, wünsche ich Herrn Kosian, dass seine Rechnung aufgeht.
Nina Konstantin, Stadträtin der ALS

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