Markus Keller

SONY DSCWäre Schongau nicht nach seiner wirtschaftlichen Blüte vor einigen Jahrhunderten in einen Dornröschenschlaf gefallen, historische Stadtmauer und weitgehend intakte Altstadt gäbe es nicht mehr. Aber in vielerlei Hinsicht scheint es mir, als warte man hier immer noch auf einen Prinzen, der die Stadt wach küsst.

Liebe Schongauer, der Prinz wird nicht kommen, und wenn ihr wollt, dass in diesem verträumten Städtchen etwas passiert, liegt es an euch, die Stadt endlich wieder voranzubringen.

Schaut, wie eure Kinder im Internet shoppen gehen und verabschiedet euch vom Traum, in unserer Altstadt würden jemals wieder die Massen zum Einkaufen gehen. Stellt euch dafür lieber eine Altstadt vor, in der nicht mehr die Autos, sondern die Menschen im Vordergrund stehen.

Lasst nicht zu, dass Schongau immer weiter zubetoniert wird und nur noch den Charme einer der zahlreichen Münchner Vorstädte versprüht. Felder, Wiesen und Weiden müssen ihren Platz haben, damit unsere Kinder nicht bei Wikipedia nachlesen müssen, woher die Milch kommt.

Wir brauchen neue Arbeitsplätze, vor allem für die vielen Kinder, die jedes Jahr das Gymnasium verlassen und nach ihrer Berufsausbildung in ihrer Heimatstadt keine qualifizierte Stelle finden. Damit wir wegkommen von der einseitigen Abhängigkeit von der Automobilbranche und ihren Zulieferern, denn ob und wie viele Autos in 20 Jahren noch in Deutschland gebaut werden, steht in den Sternen.

Schongau: eine Stadt, in der man gerne lebt und arbeitet, eine Stadt, auf die man stolz ist und die man gerne seinen Freunden und Besuchern zeigt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das kann doch nicht so schwer sein!

Zu meiner Person: Ich bin freiberuflicher Grafiker, 57 Jahre alt und lebe und arbeite seit fast 20 Jahren mit meiner Familie in Schongau. Seit vielen Jahren bin ich aktives Mitglied der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, die hier in Schongau unter anderem Prallhänge am Rande des früheren Lechbetts, darunter die „Siechenhalde“ beim Krankenhaus mir ihrem in der Region einzigartigem Vorkommen an Küchenschellen, und das Hangquellmoor südlich der Lechtalbrücke pflegt.

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Freitag, 19. Januar 2018, 20 Uhr,
Blaue Traube (Münzstraße)

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